Musik und Kirche – bekannte deutsche Fachzeitschrift für Kirchenmusiker

Die Musik spielt im Leben vieler Menschen heute eine wichtige Rolle. Doch gerade aufgrund der vielen verschiedenen Geschmäcker, die man heute finden kann, gibt es natürlich nicht nur eine einzige Musikrichtung, sondern viele verschiedene. Natürlich haben wir heute aber nicht nur ein Interesse an den jeweiligen Musikrichtungen selbst, sondern auch an deren Vertretern und auch an Veranstaltungen und anderen Ereignissen von dieser Musikrichtung.
Hierfür gibt es dann heute die verschiedensten Musikzeitschriften, die uns eben mit jenen Informationen versorgen und uns so immer auf dem Laufenden halten. Inzwischen gibt es aber wirklich viele solcher Musikzeitschriften und eine davon ist heute auch die Musik und Kirche – eine Fachzeitschrift für Kirchenmusiker. Gegründet wurde diese Musikzeitschrift im Jahr 1929 und erscheint seitdem – ausgenommen der Jahrgänge 1945 und 1946 – im Bärenreiter-Verlag. Erster Schriftleiter dieser Zeitschrift war Christhard Mahrenholz. Bereits zu seiner Anfangszeit war diese Zeitschrift der Erneuerungsbewegung der evangelischen Kirchenmusik nach 1920 verpflichtet. Dies zeigte sich unter anderem auch in der Unterstützung der Bach- und Schütz-Renaissance, der Orgelbewegung, der Singbewegung in Gemeinde und Jugendarbeit, aber auch in der harschen Ablehnung der Romantik.
Insbesondere während der Kriegszeit blieb diese Haltung auch weiterhin bestehen und erst nach dem Abschied des zu dieser Zeit tätigen Schriftleiters und die Übernahme der Schriftleitung durch Renate Steiger brachte hier Veränderung, denn sie schuf neben der Chronik des kirchenmusikalischen Zeitgeschehens der theologischen Bachforschung eine Plattform. Auch die daran anknüpfende Redaktion unter Klaus Röhring setzte diese Öffnung weiter fort. So änderten sich in dieser Zeit nicht nur die Themen und Berichte in dieser Zeitschrift, sondern auch der Umstand, dass Musik und Kirche nicht mehr länger nur auf Deutschland gerichtet war, sondern auch über den deutschen Sprachraum hinaus ausgeweitet wurde und so auch „Länderhefte“ zu England, Schweden, den Niederlanden, der Schweiz, den Ländern des Baltikums und den USA erstellte und so in andere Kirchenmusiklandschaften einführte. Darüber hinaus wurde die Berücksichtigung ökumenischer Aspekte, ebenso wie die Beobachtung der katholischen Kirchenmusik zu einer Selbstverständlichkeit in dieser Musikzeitschrift.